Äthiopien, Sr. Luzia

Wir können dankbar sagen,
dass Gott uns immer wieder Wege geebnet hat,
dass sich Türen und Herzen öffneten
und wir die nötige Hilfe erfuhren


tl_files/missionsschwestern/file_uploads/Bilder Berichte/11_02_berichte_aethiopien.jpgLiebe Mitschwestern, Freunde, Wohltäter und Bekannte!

Gott ist mit uns unterwegs. Diese Erfahrung durften wir hier das ganze Jahr über immer wieder machen, und das macht uns froh.

Wasser und Energie für die Geburtenstation in Alemtena

Wir erfahren das z. B. beim neuen Brunnen in Alemtena, der so viel Wasser spendet, dass es grünt und blüht rund ums Haus – auch in der Trockenzeit- und wir freizügig Wasser teilen können mit den Leuten vom Ort, wenn dort nichts in den Leitungen fliesst.

Der grösste „Weihnachtsstern“ im vergangenen Jahr war wohl die funktionierende Solaranlage in Alemtena mit der Solarwasserpumpe. Wir erfreuen uns jeden Tag an dieser neuen, enormen Lebensverbesserung. Die Stromausfälle gehören immer noch zur Tagesordnung. So können wir nun Gebärende zu jeder Zeit annehmen, denn im Entbindungszimmer ist nun immer Licht zur Verfügung. Auch der Kühlschrank mit den Impfstoffen, das Labor mit dem Mikroskop wird mit Strom von den Solarzellen versorgt. Sogar der Computer kann für 3 Stunden mit Solarstrom benutzt werden.

Auch im Schwesternhaus speichern die Batterien genügend Energie, um Licht zu haben. Wir danken allen von Herzen, die uns dabei geholfen haben - viele von Ihnen/Euch finanziell, und eine polnische Organisation, bestehend aus Fachkräften von verschiedenen Berufsgattungen haben zusammen mit einer äthiopischen Solarfirma die Installationen vorgenommen. Die polnische Gruppe bestand aus 17 Mitgliedern (Männern und Frauen), die in unserem Haus und in Zelten im Freien untergebracht waren. Das Zusammenleben und –arbeiten im „Kloster“ war neu für viele – doch die Erfahrungen waren so geschwisterlich, dass Vielen der Abschied schwer viel. Es war der allererste Auslandseinsatz dieser Gruppe, aber bestimmt nicht der letzte!

Kindergarten und Schule

Unsere Kindergartenkinder, die zu Erstklässlern in der eigenen Schule in Alemtena wurden, sind ein weiteres Geschenk. Sie und ihre Eltern freuen sich, dass sie bei uns in die Schule gehen können. Es stört sie nicht, dass sie nur „provisorisch“ in der öffentlichen Bibliothek untergebracht sind. Wir haben auch eine gute Lehrkraft für sie gefunden; der junge Mann hat ein Herz für die Kinder. Leider hat er schon mit chronischem Rheumatismus zu tun und leidet oft unter Schmerzen. Die Studentenunterkunft, wo er studierte, war in sehr schlechtem Zustand, und so hat er vermutlich dort seine Krankheit aufgelesen. Die lokalen Schulbehörden sind sehr glücklich, dass wir endlich eine Primarschule eröffnet haben. Doch zu lange drücken sie die Augen nicht zu mit dem Unterricht in der Bibliothek. So müssen wir ans Errichten eines Schulgebäudes denken, das uns noch „Kopfschmerzen“ verursacht. Doch rückblickend darf ich / dürfen wir hier in Äthiopien dankbar sagen, dass Gott uns immer wieder Wege geebnet hat, dass sich Türen und Herzen öffneten und wir die nötige Hilfe erfuhren. So vertrauen wir auch diesmal und hoffen mit den Kindern, deren Eltern und den nächsten Jahrgängen, dass sie bei uns in die Schule gehen dürfen.

Generator und Wasserleitungen für Badessa

Ein weiteres grosses Geschenk ist, dass die Dörfer rundum Badessa gut mit Wasser versorgt sind. Die Quelle hat einen neuen Generator, die Wasserleitungen sind in die drei Dörfer gezogen worden und an verschiedenen Stellen sind Brunnen errichtet worden.

So möchte ich hier einfach im Namen von uns Schwestern und im Namen von vielen Äthiopier/innen, die neues Leben durch Ihre Unterstützung erhalten haben, von Herzen danken! Unser Geschenk an Sie/Euch ist, dass wir uns dankbar an Ihre/Eure Grosszügigkeit erinnern, dass wir teilen, was wir erhalten haben, dass wir behutsam umgehen mit denen uns anvertrauten „Geschenken“, dass wir Ihre/Eure Anliegen im Gebet dem „Gott-mit-uns“ hinlegen und IHN um Seinen Segen, Seinen Frieden und um Wohlergehen bitten.

DANKE für all Ihre/Eure Unterstützung, Freundschaft, Solidarität, Ihren/Euren Einsatz für uns hier, für die Gebete:

Mit frohen und dankbaren Grüssen aus Äthiopien,

Sr. Luzia Schmuki, SSpS und Mitschwestern.


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