Assam, Indien: ein neuer Krankenwagen für das Holy Spirit Hospital in Haflong

2021-03-19 12:42

Sr. Berndette berichtet:

Wir Steyler Missionsschwestern begannen unsere Mission im abgelegenen Stammesstaat Tripura, im Nordosten Indiens im Jahr 1995. Es ist einer der kleinsten und ärmsten Staaten der Republik Indien. Die in den Hügeln lebende ursprüngliche Stammesbevölkerung und die zugewanderten armen Menschen aus Bangladesch bilden den größten Teil des Staates. Aufgrund des unwegsamen Geländes sind Entwicklung, Transportmöglichkeiten, Kommunikation, Wirtschaft, Industrie, Bildung usw. nur langsam vorangeschritten.

Das Gebiet in den Bergen ist vom Monsun abhängig. Wenn der Regen rechtzeitig und ausreichend kommt, ist das für die Landwirtschaft sehr günstig. Die Bauern müssen die Ernte jedoch vor Elefanten, Büffeln, Wildschweinen, Kaninchen, Ratten usw. schützen. Der Dschungel ist mit Autos oder landwirtschaftlichen Maschinen nicht befahrbar und die Bauern tragen die Ernte auf dem Rücken zu ihrem Wohnsitz.

Der Anbau von Ingwer, Kurkuma und Chilis spielt im Bezirk Dima Hasao eine wichtige Rolle. Früchte wie Ananas, Orangen, Papaya und Bananen tragen zum Einkommen der Bauernfamilien bei.

 

Die Anfänge des Krankenhauses:

Der Bischof von Diphu und die Don Bosco Missionare in Guwahati schenkten uns das Land und das Gebäude der ehemaligen Don Bosco High School. Mit Unterstützung eines italienischen Ehepaares wurde so unser Holy Spirit Hospital errichtet.

Nachdem der Umbau, die Einrichtung und die Ausstattung abgeschlossen waren, segnete Bischof John Thomas das Haus und unsere Generalrätin Sr. Gracy weihte es in Anwesenheit von Vertretern der Regierung und der Salesianerprovinz ein.

Das Holy Spirit Hospital ist in der Gegend weithin bekannt für seine exzellente Krankenpflege, die medizinische Ausbildung, das Engagement in den Flüchtlingslagern, Gesundheitsaufklärung und Anti-Tuberkulose-Kampagnen.

Außerdem gibt es ein Labor, einen Röntgen-Raum, eine physiotherapeutische Abteilung und Aufklärungsprogramme bezüglich Aberglaube und Krankheit sowie eine hauseigene Küche inkl. Ernährungsberatung und Wäscherei.

 

Patiententransporte:

Manchmal ist es notwendig, die Patienten für weitere Untersuchungen und Behandlungen in die größere Stadt Guwahati zu verlegen. Dafür wird die Ambulanz für den Transport der Patienten benutzt und bringt auf dem Rückweg Sauerstoffflaschen und Medikamente ins Krankenhaus. Oft müssen Frauen zur Entbindung gebracht werden. Die Angst, dass die Frauen in den zivilen Krankenhäusern per Kaiserschnitt entbunden werden, fördert die Zunahme von Hausgeburten in der Gegend. Die Leute rufen oft erst im letzten Moment die Ambulanz, um für medizinische Hilfe abgeholt zu werden. Viele Menschen leben in den Hügeln, das Gelände ist gebirgig und nicht gut befahrbar.

Seit 2018 ist unser Ambulanzfahrzeug nun im Einsatz und trotz regelmäßiger Wartung und Reparaturen ist es nicht mehr ratsam, Patienten damit über weite Strecken zu transportieren. Doch wir nutzen es weiterhin für den Krankentransport zum städtischen Haflong Civil Hospital, das nur 2-3 km entfernt, oder holen Patienten gegebenenfalls von dort in unser Krankenhaus.

Wir benötigen dringend ein zuverlässiges Fahrzeug, mit dem wir mindestens bis nach Guwahati und Silchar fahren können, da wir im März 2021 mit der Intensivstation, der Neugeborenen-Intensivstation und den Dialysezentren beginnen und regelmäßig große Sauerstoffflaschen, zusammen mit Medikamenten von Großhändlern transportieren müssen.

 

Herzlichen Dank für das missionarische Interesse, die Unterstützung und das Gebet!

Sr. Berndetta SSpS

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