Ein Hauch von Ordensleben

2019-02-15 12:12

Die „Steyler Woche“ in St. Rupert hat bereits Tradition. In der Woche vor den Salzburger Semesterferien verbringen die St. Ruperter Schüler ihren Religionsunterricht nicht in der Klasse, sondern im Jugendzentrum „Steyle Welt“, wo sie „echte Steyler Missionare und Missionsschwestern“ treffen – was ja im Schulalltag nicht selbstverständlich ist. Heuer gab es außerdem eine Premiere. Denn Schulträger sind nicht mehr die Steyler Missionare wie seit der Schulgründung durch Arnold Janssen im Jahr 1904, sondern die Vereinigung von Ordensschulen Österreichs – kurz VOSÖ. Die VOSÖ hat aber großes Interesse, dass die Jugendlichen vom Spirit des Ordens erfahren, der ihre Schule gegründet hat, sodass man die Tradition der „Steyler Woche“ gerne fortsetzte.

Was heißt hier „Göttliches Wort“?

P. Wilfred Bilung, P. Saverius Susanto, P. Alphonse Fahin, Br. Emanuel Huemer, P. Laurent Chardey, P. Edwin Reyes und die beiden Steyler Missionsschwestern Sr. Christina Blätterbinder und Sr. Veronika Samosir waren fünf Schultage oder eine ganze Schulwoche lang in der steylen Welt in St. Rupert, um den Jugendlichen dort eine Ahnung dieses Spirits zu vermitteln, oder wie Emanuel Huemer es formuliert, „wenn auch nur punktuell, aber zumindest ein Gespür dafür zu geben, was Ordensleute sind“. Denn zweimal pro Woche fünfzig Minuten sind wie ein „Speed Dating“ mit dem Ordensspirit, aber immerhin – wer weiß, wie nachhaltig so ein Eindruck wirken kann. Die ersten und zweiten Klassen erfuhren ganz Grundsätzliches über die Gesellschaft des Göttlichen Wortes der Steyler Missionare und die Dienerinnen des Heiligen Geistes alias Steyler Missionsschwestern, sie erarbeiteten in Gruppenarbeit, was „SVD“ oder „SSpS“ heißt, wofür es steht, was das ist, wie sie weltweit wirken und vieles mehr. Bei den Größeren ging es zum Beispiel schwerpunktmäßig um MaZ, die Möglichkeit als Missionarin oder Missionar auf Zeit, in der Regel ein Jahr lang, auf einem anderen Kontinent mit Steylern zu verbringen.

Steyler für Steyler

Aber nicht nur für die Schulklassen ist die Steyler Woche etwas ganz Besonderes, auch die mitwirkenden vorwiegend jungen Ordensleute erleben den „Steyler Spirit“ in dieser Woche auf besondere Weise. „Seit ich mich vor zwei Jahren den Steyler Missionaren, damals noch als Postulant, angeschlossen habe, war ich nie mit so vielen gleichaltrigen Missionarinnen und Missionaren beisammen“, resümiert Bruder Emanuel Huemer. „Der Großteil unserer Gruppe war zwischen 30 und 40 Jahre alt, und das gemeinsame Engagement sowie die gemeinsamen Unternehmungen am Nachmittag haben uns zusammengeschweißt.“ An den Nachmittagen nützte die Steyler Gruppe die winterliche Umgebung von St. Rupert zum Rodeln oder Bobfahren, zum Spazieren durch Bischofshofen oder zum gemeinsamen Kochen und war immer wieder auch bei Familien zum Essen eingeladen. „Das war echt fein“, freut sich Emanuel Huemer, „Wir haben uns bei diesen Gelegenheiten von ganz neuen Seiten kennengelernt.“ 

Videoclip

Die Katholische Jugend Salzburg, die das Jugendzentrum steyle Welt gemeinsam mit den Steyler Missionaren betreibt, hat die Steyler Woche 2019 in einem Videoclip zusammengefasst, der hier auf YouTube zu finden ist.

Bilder: Veronika Beier/steyle Welt (aus dem Videoclip)
Text: Slouk

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