Gemeinsam zu den Quellen der Steyler Missionsschwestern

2017-09-07 12:20

Eine Pilgerfahrt nach Steyl.

Sechs Tage lang waren Sr. Christa Petra Ahrer, Katharina M. Ribisch und Hermi Schwanzer (beide MHGG) mit einer bunt zusammengewürfelten Pilgergruppe mit dem Reisebus unterwegs.

Im Treff am Kappellchen (TaK) in Mönchengladbach machten wir auf dem Weg nach Steyl Halt und erlebten Gastfreundschaft und Engagement für die „kleinen Leute.“ Bei Wiener Würstchen und Kartoffelsalat lernten wir einander kennen und bekamen einen Eindruck davon, wie wertvoll dieser Treff für die Mönchengladbacher sein muss. Bei einer Vorstellrunde schlossen wir Bekanntschaft mit den Mitarbeitern und den Schwestern, die uns herzlich empfangen haben. Auch die Brandts Kapelle durften wir besichtigen, die als „Kirche der kleinen Leute“ in Mönchengladbach und darüber hinaus bekannt ist.
Im TaK und in den Werkstätten des Volksvereins Mönchengladbach werden Menschen betreut, die lange erfolglos Arbeit gesucht haben. Sie erfahren Gemeinschaft, verbringen Zeit miteinander und können sich im TaK engagieren. Auch junge Menschen ohne Jobperspektive bekommen eine Ausbildung und Hilfe, wie sie ihr Arbeitsleben in die Hand nehmen können, sei es in der Tischlerwerkstatt oder der Straßenreinigung.
Nicht weit entfernt von Mönchengladbach liegt Steyl und nach einem Katzensprung über die deutsch-niederländische Grenze, erreichten wir das Herz Jesu Kloster, das Ziel unserer Reise. Wir wurden von Sr. Margret und Sr. Mechthilde herzlich empfangen und die Schwestern, die uns begleitet hatten, freuten sich sehr über ein Wiedersehen mit den Schwestern aus Indonesien, die gerade Heimaturlaub machten oder in Steyl leben.
Der nächste Tag begann mit einem Morgenimpuls bei der Herz-Jesu Statue im Garten vor der Pforte des gleichnamigen Klosters. Ganz versunken in unsere Morgenandacht bemerkten wir die einsetzende Gartenbewässerung zu spät und gingen deutlich erfrischt auf Entdeckungstour in das Klosterdorf Steyl. Wir sahen wunderschöne Gartenanlagen, das Sterbezimmer Pater Arnold Jannsens, die Oberkirche und die Unterkirche in St. Michael, wo wir gemeinsam Messe feierten, die Maas mit ihrer Fährstation hinter der Klostermauer, die frühere Druckerei, den Herz Jesu Hügel und den Klosterfriedhof. Ein Gruppenfoto erinnert uns an diesen schönen Tag. Eine Andacht in der Seitenkapelle der Klosterkirche beim Sarkophag der Gründerinnen, ein Film und eine Ausstellung über die Tätigkeiten der SSpS, mit vielen Fotos und interaktiven Elementen verstärkte unsere Eindrücke und lieferte Informationen zum weltweiten Wirken der Dienerinnen des Heiligen Geistes. Auch die alte mechanische Uhr wurde bestaunt. Sr. Mechthilde beantwortete nach einem kurzen Besuch der Anbetungsschwestern geduldig alle Fragen, die wir stellten. Beim gemütlichen Beisammensein nach dem Abendessen lernten wir einander besser kennen und unsere Pilgergruppe wurde zu einer Gemeinschaft, die miteinander unterwegs - und auch füreinander da war.
Ausgeruht und voller Eindrücke machten wir uns auf den Weg nach Kevelaer, dem „Mariazell“ Norddeutschlands. Wir feierten die hl. Messe in der Wallfahrtsbasilika, wo wir vom Weihbischof begrüßt wurden. Danach war Zeit, für die eigenen Anliegen zu beten, die Basilika und die Kapellen auf eigene Faust zu entdecken und ein paar Souvenirs zu erstehen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter nach Issum zum Elternhaus von Mutter Josepha Hendrina Stenmanns und danach zu ihrer Taufkirche St. Nikolaus, wo wir uns an die eigene Taufe und an das Vorbild unserer Lieblingsheiligen erinnerten. Nach einem Spaziergang durch Issum, kehrten wir wieder ins Herz Jesu Kloster zurück und verbrachten den Abend gemeinsam mit einigen Schwestern. Das war leider unser letzter Tag in Steyl.
Am nächsten Morgen und nach vielen herzlichen Verabschiedungen ging es bereits wieder Richtung Heimat, mit Zwischenstopp in Passau. Eine Führung durch den prachtvollen Passauer Dom, eine Drei-Flüsse-Fahrt und ein bayrisches Mittagessen standen auch noch auf dem Programm, bevor wir die Heimfahrt antraten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Spiritualität der Dienerinnen des Heiligen Geistes für uns spürbar wurde. Wir waren im Herz Jesu Kloster zu Hause und genossen die letzten Sommertage in Steyl und Umgebung. Neue Freundschaften, viele bunte Eindrücke, gemeinsames Singen und Beten und nicht zuletzt das Engagement und die Herzlichkeit der Steyler Missionsschwestern machten diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Danke dafür!

Foto: Elisabeth Piritsch/privat

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