God called me! Gott hat mich gerufen!

2020-04-22 12:54

Sr. Therese Wini im Interview

Sr. Therese Wini lebt und arbeitet in der Kommunität der Steyler Missionsschwestern in Roman, Rumänien. Sie besuchte in ihrem Urlaub das Missionsbüro in Stockerau.

Barbara: Woher stammen Sie und wie kamen sie zu den Steyler Missionsschwestern?

Sr. Therese: Ich komme von der schönen Insel Flores, Indonesien. Ich war das erste Kind meiner Eltern und wurde in der Stadt Ende geboren. Schon als Kind fühlte ich, dass Gott mich ruft. Ich dachte oft darüber nach, wie mein Leben aussehen würde. Nach der Highschool machte ich ein Volontariat als Sozialarbeiterin in Maumere. Dort lernte ich auch die Steyler Missionsschwestern kennen und wollte mehr über das Leben als Missionarin und über die Spiritualität der Dienerinnen des Heiligen Geistes erfahren. Ich mag es, auf Menschen zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, andere Menschen, Orte und Schwestern kennenzulernen. Ich interessiere mich für ihre Geschichte.

Barbara: Wie ging es nach Ihrem Eintritt weiter?

Sr. Therese: Nach meinem Eintritt bekam ich die Bestimmung für Rumänien. Doch zuerst ging es nach Irland, um meine in der Schule erworbenen Englischkenntnisse zu verbessern. Ich begann die Ausbildung zur Sonderpädagogin und Logopädin.

2005 kam ich nach Roman und seither arbeite ich dort im Kindergarten und im Konvent als Logopädin mit behinderten Kindern. Im Kindergarten gibt es im Sommer 2 Gruppen mit insgesamt 32 Kindern, sonst sind es 20 Kinder pro Gruppe. Wir könnten noch Unterstützung gebrauchen. Viele Eltern möchten ihre Kinder in unseren Kindergarten bringen. 

Barbara: Gibt es ein Gebet, das Sie besonders gerne beten?

Sr. Therese: Komm Heiliger Geist! Dieses kurze Gebet von Hendrina Stenmanns gibt mir sehr viel Kraft und auch: Unser Leben sei Liebe und Dankbarkeit.

Barbara: Haben sie auch eine Lieblingsbibelstelle?

Sr. Therese: „Aber der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren.“ 2 Thess. 3,3 Diese Bibelstelle begleitet mich seit meiner ewigen Profess. Gott ist treu, auch wenn er manchmal andere Pläne mit uns hat.

Barbara: Wo beten sie am liebsten?

Sr. Therese: Da ich den ganzen Tag unter Menschen bin, freue ich mich, wenn ich ein ruhiges Plätzchen zum Beten finde. Das kann in der Natur sein, aber auch oft in meinem Zimmer. Da öffne ich die Fenster, lasse die Natur zu mir herein und genieße die Stille. So kann ich ruhig werden und beten.

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