Ich glaube, dass Gott auf meiner Reise immer mit mir geht.

2020-05-20 14:36

Herzliche Grüße aus Jakarta, Indonesien,

Sr. Priska, eine Schwester im Medizinstudium, berichtet aus Jakarta:

2017 habe ich mich dazu entschlossen, dem Wunsch meiner Provinzleitung Folge zu leisten und Medizin zu studieren. Ich habe nie daran gedacht, Ärztin zu werden. Meine Fremdsprachenkenntnisse hielt ich nicht für ausreichend und ich war bereits über 30 Jahre alt. Trotzdem vertrauten meine Mitschwestern in meine Fähigkeiten und so entschied ich mich, nach ein paar Monaten Bedenkzeit, das Studium zu beginnen. Ich glaube, es ist Gottes Plan für die Entwicklung unseres Krankenhauses und ich wurde berufen, dem Herrn zu antworten.

Einige Monate später ging ich nach Jakarta, um die Aufnahmetests an der medizinischen Fakultät der Christlichen Universität von Krida Wacana zu machen - und bestand. Ich war so froh und alle Schwestern in meiner Provinz freuten sich für mich. Während dieser Zeit hatte ich manchmal gemischte Gefühle und war nicht sicher, ob ich diese Verantwortung übernehmen kann. Aber ich glaube, dass Gott auf meiner Reise immer mit mir geht.

Das Leben in der Hauptstadt unterscheidet sich sehr von dem Leben, das ich vorher im Kloster gewohnt war. Ich musste mich nun im Zentrum des Trubels, des Großstadtverkehrs und des Straßenlärms zurechtfinden. Ich hatte diese Situation bald akzeptiert, in meinem Zimmer ruhige, klösterliche Atmosphäre geschaffen und meine Stundenpläne für mein Studium und mein religiöses Leben aufgestellt.

Nach wenigen Tagen hatte ich bereits viele Freunde gefunden, die mir gerne geholfen haben, wenn ich als Erstsemester Hilfe brauchte, wie zum Beispiel bei der richtigen Verwendung der technischen Geräte. Mittlerweile bin ich gut vernetzt und meine StudienkollegInnen schätzen mich als Ordensfrau sehr. Ich versuche, mein Bestes zu geben und studiere eifrig.

Seit einer Weile werden aufgrund der COVID-19-Pandemie Vorlesungen und Kurse nur mehr online abgehalten. Im Augenblick ist Jakarta eine rote Zone, weil sehr viele Menschen betroffen sein müssen, viele Menschen starben bereits. Ich bin sehr dankbar, gesund zu sein und meine Studien online durchführen zu können.

In dieser schwierigen Zeit bleiben wir in unseren Kommunitäten als Missionarinnen und Dienerinnen des Heiligen Geistes mit allen Menschen im Gebet verbunden.

 

In der Liebe des Heiligen Geistes,

Sr. Priska 

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