Ich schöpfe Kraft aus dem Vertrauen in Gottes Nähe

2021-02-23 12:36

Loisi Sperr gestaltet jedes Jahr das Morgenlob auf unserem Einkehrtag am Aschermittwoch in Brixen. Sie lebt mit ihrer Familie im Salzkammergut.

Barbara: Was verbindet dich mit den Steyler Missionsschwestern?

Loisi: Mich verbindet der Einkehrtag am Aschermittwoch in Südtirol (Brixen) mit den Schwestern. Es gehört als Fixpunkt im Jahr dazu, dass ich mit Sr. Christa Petra, Katharina Ribisch und einigen Frauen der MHGG aus Vorchdorf, allen voran Franziska Sperer, dorthin fahre.

Barbara: Wann bzw. wie hast du die MHGG kennengelernt?

Loisi: 2006 war ich mit Leuten aus Vorchdorf in Israel. Da habe ich Franziska kennengelernt. Es ist eine innige Freundschaft entstanden. Gleich danach hat sie mich zu einer Gebetsstunde eingeladen, die sie mit der aktuellen Ausgabe "Geist und Auftrag" gestaltet hat. Immer wieder war ich bei so einer Stunde dabei. Nachdem meine Enkelkinder kamen, wurden Besuche in Vorchdorf weniger. Dann har sie mich zum Einkehrtag eingeladen und
seither fahre ich jedes Jahr mit. Ich würde mich freuen, wenn dieser Fixpunkt im Jahr weiterhin stattfinden könnte.

Barbara: Du bist stolze Oma, im Ort und in der Pfarre vielseitig engagiert. Aus welcher Quelle schöpfst du deine Kraft für den Alltag?

Loisi: Meine Kraft für die Aufgaben die mir das Leben stellt, schöpfe ich aus dem Vertrauen, dass Gott immer an meiner Seite ist, egal ob ich es gleich erkenne. Durch die Erfahrungen, die ich im Leben gemacht habe, weiß ich, dass sich alles zum Guten wendet, wenn es auch ab und zu etwas länger dauert.

Barbara: Was trägt dich in schwierigen Zeiten und schenkt dir Hoffnung, Zuversicht?

Loisi:Wenn ich ganz am Boden bin, hilft es mir, liebe, ehrliche Menschen um mich zu haben, die oft sogar für mich beten, weil ich es selber gerade nicht kann. Ich spüre dann, dass es wieder aufwärtsgeht.

Barbara: Was ist dir sehr wichtig?

Loisi: Meine Familie ist mir sehr wichtig, wobei ich auch viel Zeit für mich brauche. Zwischenmenschliche Beziehungen kann ich aufgrund der derzeitigen Situation nicht so leben, wie ich gerne möchte. Ich habe in der Coronakrise auch positive Erfahrungen gemacht und möchte sie in die Zukunft mitnehmen.

Barbara: Wie betest du am liebsten, hast du ein Lieblingsgebet?

Loisi: Jeden Morgen aus dem Kalender für Frauen (Alles hat seine Zeit) und während des Tages (Stoßgebete, Dankgebete, Bittgebete, etc.). In schwierigen Zeiten bete ich "Dein Wille geschehe". Ich bin in zwei Gruppen, die mir sehr guttun: Einmal im Monat gehe ich zur Bibelrunde und alle 2 Monate zum Treffen der Franziskusgruppe, wo wir über Lebensthemen reden. Oft bete ich das" Vater unser" oder auch den Rosenkranz. Seit ich Oma bin, bete ich
mit den Enkeln Kindergebete.

Barbara: Was ist deine Lieblingsbibelstelle?

Loisi: Ich lese sehr gerne die Bibeltexte vom Sonntag im Kirchenblatt oder suche mir Bibelstellen, die zu
meiner jeweiligen Lebenssituation passen.

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