Neuigkeiten aus Athen

2020-07-24 11:38

Sr. Ewa und Sr. Viktoriya berichten über die aktuelle Lage:

Unser Viktoriaplatz (Anm.: in unmittelbarer Nähe zur Wohnung der Schwestern) wird zum Campingplatz. Die meisten Menschen kommen ohne irgendwelche Pläne aus Lesbos an, große Familien mit vielen Kindern, einige von ihnen sehr klein. Es bricht einem das Herz, das zu sehen, aber wir versuchen täglich, in dieser Situation zu helfen. Aufgrund des Virus und unserer neuen Arbeitsweise mit den Geflüchteten ist der Alltag so unvorhersehbar...

Die Regierung hier bittet die Menschen, einfach (Anm.: aus den Lagern) auszuziehen. Kinder sind am meisten gefährdet, viele von ihnen leiden unter Hautkrankheiten, ganz zu schweigen von den psychischen Auswirkungen auf ihr Leben. Viele der Menschen kommen zu uns zum Duschen und Wäschewaschen (ins Tagesheim des Jesuit Refugee Service), und wir beschäftigen uns jeden Nachmittag mit den Kindern. Es ist wie gewöhnlich sehr heiß hier.

Seit März sind nur noch drei griechische Mitarbeiterinnen des JRS mit uns beiden Schwestern hier, also ist es manchmal nicht einfach. Wir können bis September keine Freiwilligen (aus dem Ausland) annehmen, und viele sprechen von einer zweiten Welle des Virus, alles in Gottes Hand.....

Vielen Dank für alle Unterstützung und euer Gebet, all dies hält uns am Leben, wir sind guter Dinge und lächeln immer noch....

Sr. Ewa und Sr. Viktorya

(Fotos:SSpS)

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