Kinder machen Kräutersalbe "Anastasia".

2018-11-06 12:07

Sr. Lioba schickt Herbstgrüße aus Rumänien.

Liebe Mitschwestern, Verwandte, Freunde und Bekannte,

nun geht der goldene Oktober auch wieder zu Ende. Wir hatten den ganzen Monat wunderschönen Sonnenschein. Aber es ist sehr trocken. Seit Anfang September hat es nicht mehr geregnet. Hier in Rumänien ist der Herbst eine der wichtigsten Jahreszeiten, besonders hier im Nordosten des Landes.
Unsere Region ist sehr geprägt vom Weinbau. In fast jedem Hof gibt es eine Weinlaube, und viele Familien haben außerdem noch einen kleinen Weingarten. Die Leute, die mehr Weintrauben anbauen, tauschen sie teilweise mit den Menschen aus dem Norden gegen Kartoffeln und Zwiebel. Heutzutage ist das aber seltener geworden und es wird mehr mit Geld gehandelt.

Auf dem Markt, ist jetzt alles voll mit Gemüse. Die Tomaten, und die verschiedenen Paprikasorten, Auberginen, Rüben, Gelbe Rüben, rote Rüben, dann reifes Basilikum, Dill, Liebstöckel, Bohnenkraut, Pastinaken, Petersilie, Zwiebeln und Knoblauch. Dann riesige Berge von Weißkraut, das die Leute kaufen um Sauerkraut einzumachen. Alle Früchte sind kunstvoll aufgeschichtet und machen Lust zu kaufen.
Hier in der Region sind auch die sauer-eingemachten Gemüse sehr beliebt. Gurken, grüne Tomaten, Wassermelonen, Paprika und natürlich Krautköpfe werden mit einer Salzlösung eingelegt. Es wird auch Zacusca gemacht. Das ist ein Gemüseaufstrich, der sehr gut mit Brot schmeckt.

Außerdem ist der Herbst auch noch die Zeit, in der der Wein gemacht wird. Da hat auch jede Familie ihre Rezepte. Bei den einen ist das Ergebnis schmackhafter als bei den anderen.
So ist der Herbst eine Zeit, in der die Leute sehr beschäftigt sind.
Dazu gibt es auch noch die Erntedankfeste und Herbstmärkte.

Ich habe mich auf eine Herbstsalbe konzentriert, weil das ja auch die beste Zeit ist um die Wurzeln von Beinwell und Klette auszugraben. Mit den verschiedenen Gruppen habe ich eine 12 Kräuter-Salbe gemacht. Die bekommt den Namen Maria Helena. Mit den Kindern vom Zentrum Hoffnung und Liebe haben wir sie auch gemacht, dort heißt sie nach der orthodoxen Tagesheiligen (29.10.) Anastasia. Das hat so gut gepasst, weil das auch eine Heilige war, die sich um die Kranken in den Gefängnissen gekümmert hat. Sie wird auf den Ikonen zum Teil mit einem Öl - Krug dargestellt, weil sie die Wunden mit Öl behandelt hat.
Euch allen wünsche ich eine gute Zeit der Umstellung auf den Winter.
Liebe Grüße an Euch alle, Gesundheit und Gottes reichen Segen.
Im Gebet verbunden Grüße ich von Herzen

Eure Sr. Lioba Brand SSpS

 

   

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