Steyler Familienfest 2017

2017-09-13 12:14

"Ein Gesicht und ein Herz"

Unter diesem Motto versammelten sich die Steyler Missionarinnen und Missionare zum Steyler Familienfest bei den Schwestern in St. Koloman.
Nach einem stärkenden Frühstück feierten wir mit Freude gemeinsam den Gottesdienst.
Pater Peter Dusicka begann seine Predigt mit der Vorstellung zweier Gesichter.
Er ging zunächst vom Leben des Tagesheiligen, des Hl. Petrus Claver aus, der als Missionar in Kolumbien als Sklave der Sklaven den Ärmsten diente. Er versorgte die aus Afrika herbeigebrachten Sklaven nicht nur mit dem Nötigsten fürs Überleben, sondern setzte sich auch für ihren Sprachunterricht ein und unterwies sie im christlichen Glauben. Sein Leben sei für uns inspirierend, fügte Pater Peter Dusicka aus, denn er hatte ein mit Liebe für die Ärmsten erfülltes Herz.
Als zweites Gesicht stellte er das einer alten Frau vor, die unerkannt am Strand Glasscherben einsammelte, damit sich die Kinder beim Baden nicht wehtaten. In ähnlicher Weise beschrieb er den Dienst unserer alten und kranken Mitschwestern und Mitbrüder im Gebetsapostolat. Diese können nichts Großes vollbringen, tun aber ihren Dienst mit einem mit großer Liebe erfüllten Herzen.
Darin zeigt sich das Gesicht Jesu ebenso, wie in denjenigen, die tatkräftig zupacken wo sie gebraucht werden, wie zum Beispiel die Missionare und Missionarinnen, aber auch in den Opfern, die nackt, arm, krank und am Rande sind.
Nach dem Festmahl und einer Gelegenheit, den warmen Tag im schönen Garten zu genießen, stellte Sr. Hemma Jaschke, die Leiterin der Provinz, die Arbeit der kleinen internationalen Gruppe von Steyler Schwestern bei den Flüchtlingen in Athen vor. Dort wirkt Sr. Ada Lick aus Österreich seit Mai gemeinsam mit drei Mitschwestern in Zusammenarbeit mit dem Jesuit Refugee Service. Sie unterstützen die jungen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer und haben stets offene Türen für sie und für die Flüchtlinge, die im Haus und in der näheren Umgebung untergebracht sind. Inzwischen wird die Anwesenheit der Schwestern von den Jesuiten und ihren vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern sehr geschätzt.
Das anschließende Beisammensein bei Kaffee und Kuchen gab wieder Gelegenheit zum Gespräch. Schließlich klang der gelungene gemeinsame Tag mit einer Dankandacht in der Kapelle aus, nicht ohne die Zuversicht, dass ein nächstes Familienfest in St. Gabriel stattfinden kann.

 

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