Ecuador, Sr. Maria Ruth, Juli 2011

                                                       Ventanas, Equador, am 08. Juli 2011

Liebe Wohltäter!

tl_files/missionsschwestern/file_uploads/Bilder Berichte/11_07_berichte_ecuador.jpgViele Grüße aus Ecuador. Uns geht es gut und wir fühlen uns immer mehr zuhause bei den Menschen in diesem schönen Land und freuen uns, mit und von ihnen zu lernen.

Heute schicke ich Fotos vom Pfarrtreffen der “Infancia Misionera”, das sind die Jüngsten in der Katechese. Die neun- oder zehnjährigen beginnen die Vorbereitung auf die Erstkommunion, die zwei Jahre dauert; dann machen sie ein Bibeljahr; und nach diesem noch zwei Jahre Vorbereitung auf die Firmung. Das zweite Foto ist von einem der vier oder fünf jährlichen Katechistentreffen bei dem gewöhnlich rund zwei Drittel der mehr als hundert KatechistInnen unserer Pfarre teilnehmen. Monatlich treffen sich die Katechisten je in ihrem Bezirk (5  bis 7 benachbarte Kapellen oder Basisgemeinden). Sr. Ana Claudia und Sr. Pelagia begleiten die Katechisten, Sr. Sandra die Gruppen der “Infancia Missionera” und Jugendgruppen.

Ich bin vor allem für die Sozialpastoral zuständig, und meinem Beruf als Krankenschwester entsprechend liegen mir besonders die Kranken am Herzen. Die Leute hier haben keine gute Gesundheit. Der Lebensstil, negative Einflüsse auf die Ernährung, der massive Gebrauch von zum Teil sehr giftigen Chemikalien in der Landwirtschaft, besonders in den Bananenplantagen die von Flugzeugen aus bespritzt werden, dazu der zu große “Glaube“ an die Medikamente und deren häufiger Missbrauch veranlassen mich dazu, mich besonders für alternative und komplementäre Medizin und Gesundheitspflege einzusetzen und diesbezüglich auch Leute auszubilden. Wir sind bereits eine Sechsergruppe und haben eine kleine “Ordination” (Gesundheitszentrum). Ich bin darauf bedacht, diese Aufgabe nicht im Alleingang zu tun, darum habe ich von Anfang an Kontakt mit Gleichgesinnten - auch aus anderen Pfarren - gesucht und gefunden. Wir treffen uns monatlich und sind in die nationale Organisation für “Biosalud” (Bio-Gesundheit) eingegliedert, die praktisch in der Kirche ihren Ursprung hat und vielfach von Ordensleuten motiviert und getragen wird. Diese Organisation vermittelt interessante weiterbildende Kurzkurse. So habe ich und haben wir schon viel dazugelernt.

Wir möchten mit diesem Gesundheitsdienst kein Geschäft machen und verlangen für die zum Teil selbst hergestellten Medikamente nur soviel, dass die Kosten gedeckt sind und etwas für Weiterbildung, Unkostenbeitrag und Ähnliches übrigbleibt. Die Frauen, die mit mir lernen und arbeiten, tun es als freiwillige Helferinnen, zwei bis vier Stunden pro Woche.

tl_files/missionsschwestern/file_uploads/Bilder Berichte/11_07_berichte_ecuador2.jpgIch bin, obwohl ich am gesamten Pfarrleben teilnehme, hauptsächlich für den Gesundheitsdienst und CARITAS freigestellt. In den letzten Monaten erfolgten die  Einrichtung unseres Gesundheitszentrums, Erstanschaffungen und Ausbildungen.

Das dritte Foto ist von unserer Kommunität. Sr. Judith, (die zweite von rechts) hat uns als Generalratsschwester besucht; Sr. Veronika (Mitte) kam heuer aus Brasilien und macht gerade noch einen Sprachkurs. Wenn wir noch eine Schwester bekommen, werden wir eine zweite Kommunität in Ecuador eröffnen.

Liebe Freunde, nochmals unseren aufrichtigen Dank für Ihre Unterstützung.

Ganz herzliche Grüsse mit den besten Wünschen für Sie

Sr. Maria Ruth Christian SSpS

 

 

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