Indonesien - Timor, Sr. Martalena, Dezember 2011
Lahurus, Dez. 2011
Liebe Missionsfreunde!
Vor 90
Jahren, am 21. Mai, begannen vier unserer Schwestern die erste
Niederlassung
auf Timor in Lahurus. Es gab noch keine Strassen und keine
Autos. Der Anfang
war mühsam und schwer. Schuldbildung für Mädchen war bis
dahin nicht möglich.
Während des
2. Weltkrieges wurden unsere Schwestern auf der Insel Celebes interniert.
1962
konnten die ersten einheimischen Schwestern in unsere Gemeinschaft aufgenommen
werden. Heute sind wir 173 Professschwestern, 11 Novizinnen und 23
Postulantinnen. Drei
Schwester aus Deutschland und Österreich sind noch da, 30
junge Schwestern sind in Ausbildung,
45 Timoresinnen sind in verschiedenen
Ländern als Missionarinnen tätig. In den kommenden
Wochen werden drei
Schwestern ihren Einsatz in Neuguinea, in Brasilien und in der Slowakei
beginnen.
Unsere Schulen, vom Kindergarten bis zu den höheren Schulen haben sich gut entwickelt.
Für die
Flüchtlinge konnten wir einige Programme durchführen, wie den Anbau von
Saatgut,
damit die Menschen sich langsam wieder selber ernähren können. Auch
das Krankenhaus
„Marianum" in Halilulik ist sehr geschätzt. Viele Patienten
kommen von weit her, weil sie Hilfe
erhoffen. Das deutsche Hilfswerk „Misereor"
hilft beim Ausbau des Operationstraktes und „Ärzte
ohne Grenzen" kommen von
Australien, Augenärzte von Java, um den Menschen die dringend
nötige ärztliche
Betreuung zu geben. So wurden heuer allein
700 Patienten an den Augen operiert.
Unsere Schwestern wurden in die Moschee
eingeladen, zu einem Vortrag über Augenkrankheiten.
Darauf hin kamen viele zu
uns, um sich operierten zu lassen. Es ist eine sehr große Hilfe für sie und
sie
sind glücklich, wieder gut sehen zu können. So wird diese Kooperation immer
mehr zum Segen
für die Menschen. Und sie ist auch Basis für ein gutes,
friedvolles Zusammenleben.
In
Palembang, auf der Insel Sumatra finden z. Zeit die „Sea Games"
(Süd-Ost-Asiatische Sportwettbewerbe
) statt. 13 Staaten beteiligen sich. 11.000
Männer und Frauen eröffneten die Spiele mit farbenfrohen Tänzen.
Zum Abschluss
gab es ein schönes Feuerwerk, das viele, vor allem junge Menschen bewundert und
darauf
Perspektiven für ihr Leben bekommen haben.
Nach einer
längeren Hungerperiode hat in diesem Monat die Regenzeit begonnen. Zur großen
Freude
der Menschen regnete es fast einen Nachmittag lang in Strömen. Jetzt
scheint wieder die Sonne. Die
Hoffnung ist groß und die Aussicht gut, dass wir
eine ertragreiche Ernte und damit geregelte Mahlzeiten
erwarten dürfen.
Danke für
alle Unterstützung, die wir von Ihnen für unsere verschiedenen Aufgaben bekommen.
Vor
kurzen konnten wir ein neues stabiles Auto für das Krankenhaus kaufen, das
auch als Ambulanz genützt
wird. (Das alte war eingegangen.) Miva Autria hat es
mit Ihrer Unterstützung finanziert.
Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für Ihr Mitsorgen, Ihr Beten und Ihren finanziellen Beitrag!
Sr. Margalena Rose SSpS