Indonesien, Flores, Sr. Virgula, Dezember 2011
Leprazentrum St. Damian,
Flores
Sr. Virgula: Gedanken zum Abschied nach 45 Jahren Missionserfahrung
1965 machte ich hier den Anfang, wo gar nichts vorhanden war und jetzt haben wir zwei Filialen, eine direkt am Meer, wo der Arzt Hydro-Therapie mit Seewasser machen kann, mit der gute Erfolge erzielt werden. Unsere Leprabetreuung begann, als ein Missionar einen Leprakranken im Wald gefunden hatte und ihn zu uns brachte. Wir durften ihn damals nicht mit anderen Patienten zusammen behandeln, sondern er musste streng getrennt werden.
So pachteten wir ein Stück Land in der Nähe und errichteten eine Bambushütte für diesen Jungen. So entstand unsere 2. Station "St. Damian" neben unseren ersten "St. Rafael". Jetzt haben wir da eine Polyklinik und ein kleines Krankenhaus, wo sich zwei gut eingerichtete Operationssäle befinden. Ein Ärzteteam kommt 2 - 4mal im Jahr von Australien. Eine Woche lang werden bis zu 100 Patienten operiert. Die Ärzte machen es kostenlos, wir müssen nur für Unterkunft und Verpflegung der Ärzte sorgen. Wir konnten mit Spenden auch Land kaufen - für Leute, die von den Dörfern ausgesetzt waren. Hütten wurden gebaut und Kinder konnten studieren: Krankenpflege etc. oder Ausbildung in Berufen wie Schlosser, Tischler usw.
Vor einiger Zeit haben wir eine
Außenstelle auf der Insel Sumba begonnen. MIVA Austria hat uns geholfen, dass
wir dafür ein Auto als Ambulanzwagen bekommen konnten. Dieses ambulante Angebot
wird sehr gut angenommen.
All das konnten wir nur durch die Hilfe und das Gebet vieler unserer Wohltäter erreichen. Wir danken Euch und bitten Gott um seinen Segen für Euch.
Jetzt, da ich aus Gesundheitsgründen nach Steyl gehe, blicke ich dankbar zurück und freue mich, dass andere meine Arbeit fortsetzen. Sr. Theresya hat viele Aufgaben von mir übernommen. Bitte unterstützen Sie sie und das Leprazentrum auch weiterhin.
Sr. Virgula Schmitt SSpS