Ein Pfingstfest mit Erdung

Das Steyler Pfingstfest 2019 fand dieses Jahr von 8. bis 10. Juni in St. Gabriel/ Maria Enzersdorf statt.

Auch heuer trafen sich wieder die unterschiedlichsten Menschen, junge und ältere, Kinder und alte Menschen, Steyler Patres, Brüder und Schwestern und über viele Jahre mit ihnen verbundene Freund_inn_en, um im Missionshaus St. Gabriel bei Mödling unter dem Motto: gottes.geist.erdet gemeinsam Pfingsten zu feiern.

Inspiriert von einem rötlichen Stoffgemüse namens „Resi Radieschen“, das während der Eröffnung gehörig in der Luft hing und verzweifelt nach Erdung suchte, haben wir uns in diesen Tagen, v. a. auch in den Workshops und den Liturgien intensiv auf die Suche nach Erdung für unser eigenes Leben gemacht.

Wenn der bunte Wasserball eine Studentin am Kopf traf, wussten alle: Da hat der Heilige Geist eingeschlagen. Mit viel Liebe hatten Jugendliche die Morgen- und Abendgebete und die Gottesdienste für das Pfingstfest vorbereitet, und jedes Mal setzten sie sich pantomimisch mit Themenfeldern ihres Lebens auseinander: Selbstoptimierungsdruck? Abhängigkeit von digitalen Geräten? Rückzug in die eigenen vier Wände? Kaufzwang?

Der Heilige Geist kam dann sinnbildlich in Form eines Wasserballs und erlöste aus den unterschiedlichen Zwängen.

Der Geist setzt in Bewegung

In den dargestellten Lebenssituationen brachte der Geist jeweils Schwung in das Leben, Freiheit und Kraft. Der Schwung war auch im feierlichen Pfingstgottesdienst, sowie im Sendungsgottesdienst am Pfingstmontag zu spüren.

Am Montag wurde der Indonesier P. Inosentius Reldi SVD feierlich an seine neue Wirkungsstätte in Dornbirn gesendet. Ausserdem erinnerten wir uns als Gottesdienstgemeinde daran, dass wir als Getaufte auch alle Gesendete sind, um die Botschaft Gottes in die Welt hinaus zu tragen.

Von Politik über Bibel zur Kommunikation

In verschiedenen Workshops suchten die Pfingstfestler_innen nach Antwort, wie der Geist konkret im Leben wirkt. Ein gesellschaftspolitisches Spiel, trommeln und die Frage nach Heimat, gemeinsam musizieren, die Frage nach dem Weg als Ziel, Beruf und Entscheidungsfindung und einfühlsam kommunizieren waren die Anker für den Geist in dieser Welt, die in den Workshops gesucht wurden.

Tradition und Zukunft

„Das Pfingstfest soll es bitte auch nächstes Jahr geben“, „Pfingsten ohne St. Gabriel, ist wie Weihnachten ohne Christbaum!“, so fassen zwei treuen Teilnehmerinnen ihre Erlebnisse während der drei Tage am Pfingstfest zusammen.

Das Gartenfest und das Nachtgebet mit Kerzenwanderung lassen die besondere Stimmung St. Gabriels ebenso aufleben wie die Workshops, gemeinsamen Mahlzeiten und Gottesdienste.

Das wichtigste an diesem Fest aber sind die Menschen aus allen Teilen der Welt, die sich beteiligen, sodass es zu dem wird, was es ist: das etwas andere, erdverbundene Pfingstfest in familiärer Atmosphäre und mit umsetzbaren Impulsen.

Der Text der Gebetskarte, die alle bekommen haben, drückt das so aus: „Es ist Gottes Geist, der uns erdet. Fest ist unser Vertrauen. Mit beiden Beinen im Leben, Wirken für die Eine Welt.“

Das Pfingstfest in St. Gabriel hat für mich einen fixen Platz in meinem Kalender. Es lädt mich und meine Mitschwestern jedes Jahr aufs Neue ein uns auf unser zentrales Charisma als „Dienerinnen des Heiligen Geistes“ zu besinnen und für unsere Berufung zu danken. Die gute Zusammenarbeit mit den Mitbrüdern in der Organisation dieses Festes ist auch heuer wieder Grund genug, um ein großes DANKE zu sagen.

Text: Monika Slouk, bearbeitet von Sr. Christina SSpS
Fotos: Helm, Pilz SVD

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