Monatliche Reflexion - September 2017

Den Kreis der Barmherzigkeit Gottes weiten …

In unserem Bemühen als SSpS diesen Kreis zu weiten, geht es im September um die Bemühungen eine „Kultur des Friedens“ zu entwickeln.

Entsprechend dem pastoralen Dreischritt ist es für uns wichtig zu …

1. SEHEN: d.h. dass wir uns auf die Suche nach Frieden begeben.

  • Wenn wir die globale Konfliktsituation betrachten ist weltweiter Frieden ein komplexes Bild. Laut der 10. Ausgabe (2016) des Globalen Friedensindex (GPI) trat die Mehrheit der globalen Verschlechterung im Nahen Osten und Afrika auf; das ist bereits die am wenigsten friedliche Region in der Welt.

  • Trotzdem leitet uns die Überzeugung, dass Frieden möglich ist. (…) Denken Sie ein paar Jahrhunderte zurück oder sogar, in einigen Fällen, ein paar Jahrzehnte: (…) Amerika erlebte einen Bürgerkrieg, in dem die Versklavung der Farbigen ein bedeutendes Thema war; Südafrika wurde von einer Apartheid Politik der Trennungen regiert; Frieden zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland schien ein unerreichbares Ziel zu sein; Ost- und Westdeutschland wurde durch die Berliner Mauer geteilt;

 2. URTEILEN: d.h. dass wir uns die christliche Tradition der Friedensbemühungen vergegenwärtigen.

  • Gerechtigkeit ist ein wichtiges Ziel der religiösen Friedensförderung. Wir lesen in Psalm 85: „Frieden und Gerechtigkeit werden einander küssen.“ Frieden kann nicht dauerhaft sein, es sei denn, die Vereinbarung ist als etwas zu sehen, das denen Gerechtigkeit verschafft, die sich benachteiligt fühlen.

  • In den vergangenen zwanzig Jahren ist ein neues Modell für Aktivisten in der christlichen Friedensarbeit entstanden. Es nennt sich „Gerechter Friedenseinsatz“ oder in einigen Kreisen nur „Gerechter Frieden“. Dieses Modell beruft sich stark auf die Bibel, insbesondere auf die ‚Konfliktbearbeitungsinitiativen‘ Jesu als unsere grundlegende Handlungsplattform. Es stützt sich auch auf die Erfahrung des 20. Jahrhunderts mit Führern wie Gandhi und Martin Luther King Junior, die einen gewaltfreien Widerstand gegen gewalttätige Repression mobilisierten. Es beruft sich auf verschiedene Formen der Befreiungstheologie als eine grundlegende Botschaft des Evangeliums - die Behauptung, dass Jesus Christus ein Befreier war, dessen grundlegende Botschaft lautete, den Armen und Unterdrückten Befreiung zu bringen.

  • Ein Friedenszustand muss auch wirtschaftlich unterstützt werden. Frieden wird wahrscheinlich nicht überleben, wenn die normale Wirtschaftstätigkeit nicht wiederhergestellt wird und wenn der wirtschaftliche Nutzen nicht einigermaßen gerecht von den Konfliktparteien geteilt wird.

 3.HANDELN: d.h. dass wir versuchen unsere Antworten zu definieren, welche Strukturen eine friedliche Gesellschaft auszeichnen.

  • Ein chinesisches Sprichwort drückt es in folgenden Worten aus:
    „Wenn es Licht in der Seele gibt, wird es Schönheit in der Person geben. Wenn es Schönheit in der Person gibt, wird es Harmonie im Haus geben. Wenn es Harmonie im Haus gibt, wird es Ordnung in der Nation geben. Wenn es Ordnung in der Nation gibt, wird es Frieden in der Welt geben.“
  • Wie schaffen und leben wir eine Kultur des Friedens?

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