Papua Neuguinea, Sr. Ingeburg, Mai 2011
Liebe
Missionsfreunde!
Einen sonnig-heißen Gruß aus Papua Neuguinea. Danke, dass Sie uns ins Herz geschlossen haben und unterstützen. Gerne will ich etwas von meiner Aufgabe hier in der Provinz Madang berichten.
In unserer Nähe ist eines der Lager für die Flüchtlinge von der Insel Manam und befindet sich nur 10 Km von unserer Schule entfernt. Insgesamt gibt es vier Lager, die weit auseinander liegen. Nach einem Vulkanausbruch ist ihre Heimat für viele Jahre unbewohnbar geworden. Anfang 2011 gab es einen erneuten, kleineren Ausbruch. Die Menschen können nicht zurück, auch wenn es große Konflikte gibt mit den Menschen auf dem Festland, „Landbesitzer“ genannt. Die „Manam-People“ können die Lager nicht verlassen, ohne verfolgt zu werden. Sie haben ständig Angst, dass ihnen etwas Schlimmes passiert. So sind sie tatsächlich wie Gefangene. Besonders betroffen sind die Kranken und schwangere Frauen. Es fehlt an Medizin, Betreuung und es gibt auch sonst kaum Hilfe. Für die Regierung sind sie nur lästig. Ungefähr 3000 Menschen leben auf engstem Platz zusammen.
Oft bekomme ich einen Anruf. Sie wollen einfach nur wissen,
ob ich hier in Malala bin und wollen meine
Stimme hören, damit sie sich nicht
so verlassen fühlen. Ich besuche sie, so oft ich kann. Immer habe ich irgendwas
für irgendjemand, aber besonders kümmere ich mich um die einfache Schule, die
wir mit Ihrer Unterstützung und der Mitarbeit der Menschen im Lager aufgebaut
haben. Mit den Männern, die Sie auf dem Foto sehen, versuche ich bei der
Regierung, bei NGOs und überall wo es was zu erhoffen gibt, etwas für ihre
Zukunft zu tun.
In dankbarer Verbundenheit,
Sr. Ingeburg Pircher SSpS
