Rumänien und Moldawien, Sr. Anna, April 2011
Suppenküche
in Moldawien – Orhei (April 2011)
Am 21. Dezember wurde die Suppenküche von Orhei feierlich gesegnet, und zwar von einer Gruppe orthodoxer Priester und von P. Klaus Kniffki SVD. Es waren mehrere prominente Gäste anwesend, unter ihnen sogar die Ministerin für Umwelt und Soziales. Ab 10. Jänner begannen zwei Köchinnen, für 50 Personen eine warme Mahlzeit zu kochen. Seit Mitte Februar sind es bereits 80 Personen. Die von P. Georg Sporschill SJ gegründete Organisation Concordia unterhält in der gesamten Republik Moldawien 36 Suppenküchen, die in den letzten vier Jahren eröffnet worden sind, d.h. in jedem Jahr 9. Das Menü ist für alle dasselbe, an einem Tag eine dicke Suppe mit Brot, an einem Tag eine Hauptspeise. Es berührt schon, wenn man da neben Obdachlosen ehemalige Professorinnen sieht, deren Rente so niedrig ist, dass sie damit gerade nur die Gasrechnung bezahlen können. Eine von ihnen, die auch deutsch unterrichtet hat, sagte mir, sie hat umgerechnet 55,- Euro Rente. Eine psychisch kranke Frau, ca. 50 Jahre alt, hat nur 15,- Euro Rente. Wegen der niedrigen Löhne wandern sehr viele junge Menschen ab ins Ausland, und die älteren Leute bleiben zurück, manchmal alleine und manchmal mit den Enkelkindern, die ihrer Sorge überlassen sind. – Unsere Schwestern bemühen sich, in der Suppenküche eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Menschen sich wohl fühlen und ihre Freuden und Sorgen miteinander teilen können.
Therapien für Kinder, Rumänien – Roman (April 2011)
Ein anderes Apostolat, das in Entwicklung begriffen ist, befindet sich im Kindergartengebäude von Roman. Da der ursprüngliche Plan eines Kindergartens sich nicht verwirklichen ließ, vermieteten wir die Räume an eine Logopädin und ihre Mitarbeiterinnen. Wegen des Mangels an solchen Zentren in der Umgebung sind diese Therapeutinnen sehr gesucht und sie gedenken, ihre Aktivitäten noch auszuweiten. Zurzeit betreuen sie nur einzelne Kinder, doch sie wollen auch Therapie anbieten für Kindergruppen, sowie für Erwachsene bzw. für Familien. Wir freuen uns, dass auf diese Weise das Gebäude gut und sinnvoll genutzt wird.
Sr. Anna Trojer SSpS