Spanien, Missionarinnen in einem Seniorenheim

Liebe Freunde!

In unserer Region hat man überlegt, wo wir Schwestern unseren Lebensabend gut verbringen können. In Spanien leben wir in kleinen Gemeinschaften. Da ich auch schon älter bin, lebe ich seit Mai mit zwei Mitschwestern in La Bañeza, einem Seniorenheim. Sr. Ignatia ist aus Südtirol und hat eine sehr gute Stimme. Das hilft uns sehr, wenn wir uns um den Adventkranz versammeln und Adventslieder singen. Die dritte im Bunde hört andächtig zu. Wir Schwestern haben ein kleines Apartment mit drei Zimmern, einem kleinen Speisezimmer und einem Aufenthaltsraum, den wir auch für das gemeinsame Gebet nutzen. Das Frühstück machen wir selber, die anderen Mahlzeiten bekommen wir serviert. Für den Hausputz und die Wäsche ist gesorgt. So geht es uns gesundheitlich recht gut. Unsere Stadt hat 11.300 Einwohner. Es gibt keinen öffentlichen Bus. Täglich mache ich einen Spaziergang von einer guten halben Stunde zum anderen Ende der Stadt, um einige Dinge zu erledigen oder zum Arzt zu gehen.

La Bañeza hat zwei sehr schöne alte Kirchen: Santa Maria und San Salvador. Letztere hängt mit der Gründung der Stadt zusammen. Mitte des 10. Jahrhunderts wurde das Kloster San Salvador gegründet und Bewohner siedelten sich rundherum an. Die Sarazenen zerstörten das Kloster. Auf den Ruinen wurde später die heutige Kirche gebaut.

Der Weltjugendtag war ein schönes Ereignis, das wir im Fernsehen verfolgen konnten. Beten wir, dass der ausgesäte Same 30-, 40-, 60- und gar 100-fache Frucht bringen wird.

Sr. Emma Egger

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